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Der Mauersegler (Apus apus) ist ein ganz besonderer Vogel. Er gehört zu den Seglern und ähnelt auf den ersten Blick den Schwalben, die jedoch nicht zu seiner näheren Verwandtschaft gehören. Seine Verwandten sind dagegen die Kolibris: Mit denen teilt er zwar nicht das farbenfrohe Gefieder, wohl aber einen ganz speziellen Körperbau, der beide Arten zu außergewöhnlichen Flugkünstlern macht.

Neben der Fähigkeit, rasante Flugmanöver bei Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h auszuführen, kennzeichnet ihn vor allem die Besonderheit, sein Leben dauerhaft im Flug zu verbringen. Er jagt, ruht und schläft sogar im Flug, auch das Fressen, Trinken und die Paarung finden im Flug statt.

Wenn ein Jungvogel das elterliche Nest verlässt, vergehen ganze ein bis zwei Jahre bis er das erste Mal wieder festen Boden unter den Füßen spürt. Als Zugvogel reist der Segler nämlich etwa Anfang August aus seiner europäischen oder asiatischen sommerlichen Heimat gen Süden, um den Winter dauerhaft fliegend im tropischen Afrika zu verbringen. Erst im Folgejahr kehrt er bei uns Anfang Mai zurück um sich einen Partner und ein geeignetes Nest für die Fortpflanzung zu suchen.

Während dieser Reise legt er jedes Jahr tausende von Kilometern zurück. Sein besonderer Körperbau ermöglicht ihm dabei eine äußerst kraftsparende Flugweise, bei der er häufig gleitet und Thermik zum Segeln nutzt. Die Nacht verbringt er meistens im Schwarm in Höhen von bis zu 3.500 Metern. Auch ansonsten ist er sehr gesellig und verbringt den Tag gerne in der Gruppe. Der typische Ruf „Sriii sriii“, mit dem sich die Vögel dabei verständigen, ist vielen gut bekannt und gehört zum Sommer einfach dazu.