Historie

Historie

Verfolgen Sie hier die Historie unserer Kolonie in Halle (Westf.):

2020

  • 29. Mai 2020: Was soll ich sagen – heute hatten wir Besuch. Die ganze Woche über war schon ein recht hartnäckiger Mauersegler immer wieder da, übte Anflüge über das Dach und vor den Giebel. Brachte mal einen, mal zwei oder drei Kollegen mit und sie starteten auch schon ein paar Screaming-Partys. Gestern Abend übte er dann ganz besonders fleißig, bis weit nach 21 Uhr, aber er fand einfach die Einfluglöcher zu den Nistkästen nicht. Es war zum Verzweifeln. Heute dann: Wieder Übungsflüge, dann endlich Anhänger an das Flugloch vom Kamera-Kasten. Und beim dritten Mal war er drin 🙂
  • 12. Mai 2020: Bei schönem Wetter Anfang Mai sind die Segler in großer Zahl wieder von Süddeutschland hoch entlang des Rheins bis nach Norddeutschland gezogen. Pünktlich zum 01. Mai konnte ich auch zwei Mauersegler über unserem Grundstück beim Jagen beobachten, einen Tag später waren es schon acht. Seit ein paar Tagen ist es kalt, bewölkt und sehr windig aber heute waren den ganzen Tag immer wieder Segler zusammen mit einigen wenigen Mehl- und Rauchschwalben auf der Jagd. Zwei davon, anscheinend ein Paar, lösten sich über den Tag immer wieder davon und drehten ein paar tiefe Runden über unserem Haus. Sie waren merklich interessiert an den abgespielten Lockrufen, ihre sonst rasanten Kurven im Wind veränderten sich eher zu einem Flattern und die Flugbahn verlief auch immer wieder gerade über das Haus. Zuletzt flogen sie gegen 19 Uhr noch einmal an, aber direkte Anflüge oder sogar Anhänger an die Kästen gabe es leider keine. Aber es ist ja auch noch früh – der Großteil der Sucher, also der Segler ohne angestammten Nistplatz, kommt ja erst noch in den nächsten drei Wochen.
  • 11. April 2020: Heute wurde die erste Mauersegler-Sichtung des Jahres in Deutschland auf Ornitho.de gemeldet (Freudenstadt). Das ist wieder sehr früh, wenn auch nicht so früh wie 2019. Bereits am 10.02.2020 gabe es erste Meldungen von Mauerseglern in Israel, Portugal und Spanien. Seit einigen Wochen häufen sich die Meldungen vor allem in Spanien und Südfrankreich. Italien meldet wesentlich weniger Sichtungen als sonst – vermutlich liegt das an der Corona-Ausgangssperre, die dort seit einigen Wochen herrscht. Aus Griechenland kommen schlechte Nachrichten: Tausende tote Segler und Schwalben wurden in den Straßen auf dem griechischen Festland und den Inseln der Ägäis gefunden, die von starken Höhenwinden aus dem Norden überrascht worden waren. Die in Westdeutschland brütenden Mauersegler nehmen zum Glück mehrheitlich die Route über Gibraltar oder Italien für Ihren Zug zurück aus Afrika.
  • 04. April 2020: Der Kamera-Nistkasten ist dieses Jahr besetzt. Allerdings nicht von Mauerseglern, sondern ein Kohlmeisen-Paar hat es sich gemütlich gemacht und den Kasten mit soviel Nistmaterial gefüllt, dass die Kamera nur noch Heu filmen kann. Da werde ich wohl in den nächsten Tagen die Leiter rausholen und die Linse freimachen müssen 🙂 Update 10. April: Die Meisen haben ihr Nest schon wieder unverrichteter Dinge verlassen.

2019

  • 24.09.2019: Bis Mitte Juli kam es immer wieder einmal zu Vorbeiflügen an den Kästen, drei bis fünf Mauersegler waren regelmäßig zu Besuch und übten das Anfliegen an den Giebel. In die Kästen eingeflogen sind sie aber dieses Jahr leider nicht. Wieder einmal kann man nur auf das nächste Jahr hoffen. Seit ein paar Tagen zeigt allerdings eine Kohlmeise Interesse an dem Kamerakasten – vielleicht bezieht ihn im nächsten Frühjahr ein Paar und sie dienen damit als Zeigervögel für die Segler … wer weiß? 🙂 Diese sind längst seit Ende Juli/Anfang August unterwegs auf dem Weg in ihre Überwinterungsgebiete südlich der Sahara.
  • 16. Juni 2019: Das letztjährige Paar ist leider nicht zurück gekehrt, aber heute fand die erste Screaming-Party dieses Jahres mit zeitweise bis zu vier Tieren statt. Die Chancen stehen gut für eine Neu-Ansiedlung.
  • 26. Mai 2019: Dieses ist ein besonderes Jahr für die Rückreise der Mauersegler. Bis heute sind viele der Tiere immer noch nicht zurück gekehrt, aus Rom finden sich Berichte von Mitte Mai nach denen Mauersegler und Schwalben aufgrund starker und kalter Nordwinde und dem damit verbundenen Insektenmangel geschwächt und zum Teil sogar tot am Boden liegen. Nach Überquerung der Sahara wäre Südeuropa ihr erster Zwischenstop zum Aufbau der Körperreserven und dem anschließenden Weiterzug nach Norden gewesen, vielen machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Auf unser Paar warten wie bislang vergebens, vielleicht haben auch sie es nicht geschafft oder andere, bereits fest an einen Brutplatz gebundene Tiere, die wohlmöglich ihren Partner verloren haben, haben sie als neuen Brutpartner angeworben. Auch die bislang geringe Anzahl von Suchern, also von Mauerseglern die noch keinen Nistplatz gefunden haben, deutet auf solche Vorfälle hin. Wir geben die Hoffnung für dieses Jahr noch nicht auf: Paare, die noch nicht gebrütet haben, kommen erst etwas später im Jahr zurück als die Brutpaare. Der seit Wochen beständige Nordwind verlangsamt den Rückzug dieser zweiten Welle noch zusätzlich.
  • 10. Mai 2019: Trotz des kühlen Wetters sind heute in vielen Kolonien weitere Segler eingetroffen, auf den verschiedenen Webcams sind teilweise auch Paare komplett geworden. Morgen soll es noch sehr kühl sein, ab Sonntag ist dann Wetterbesserung angesagt – vielleicht kommt dann auch unser Paar zurück.
  • 09. Mai 2019: Leider ist das Wetter seit Anfang Mai weiterhin sehr kühl und bewölkt, der frühe Rückzug der Mauersegler ist daher ins Stocken geraten. Viele der frühen Rückkehrer haben seit Wochen vergeblich auf ihren Partner gewartet. In den Foren wird sogar von in den Kästen verstorbenen Seglern oder geschwächten Tieren auf dem Boden berichtet, in der Mauersegler-Klinik treffen die ersten aufzupäppelnden Tiere ein. Schuld ist vermutlich der fehlende Insektenflug, den die Mauersegler nach ihrer langen Reise dringend zum Aufbau ihrer Körperreserven benötigen.
  • 07. Mai 2019: Vor einer langsam ziehenden Regenfront mit sehr tiefen und dunklen Wolken zog ein jagender Schwarm Mauersegler mit mindestens 60 Tieren direkt über unser Haus, es muss ein ziemlich lukratives Futterangebot gegeben haben denn mittendrin waren noch etwa 15 Mehlschwalben und zwei Krähen bedienten sich auch aus der Luft und machten dabei fast so sportliche Kurven, wie die Mauersegler selbst. Als es zu regnen anfing, zogen sie ab.
  • 03. Mai 2019: Der erste Schwarm in diesem Jahr von fünf bis zehn Tieren, vermutlich Wetterflüchtlinge, jagt längere Zeit über unserem Haus.
  • 20. April 2019: Das Seglerjahr beginnt 2019 sehr früh, am Oberrheingraben sind auf Ornitho.de bereits am 02. April erste Sichtungen gemeldet. Ab 15. April nehmen die Sichtungen den Rhein hoch zu, ab 17. April deutschlandweit. Erste Berichte in den Foren bereits jetzt zu ersten Rückkehrern in einzelne Kolonien (etwa eine Woche früher als sonst).
  • 19. April 2019: Die Homepage Nestplatz.de geht online und der Live-Stream der Nistkasten-Kamera ist öffentlich sichtbar.

2018

  • Die Segler reagieren immer öfter auf die abgespielten Rufe und Antworten auch darauf. Ende Juli ist es dann endlich soweit: Ein paar besucht zusammen einen Kasten und hält sich längere Zeit darin auf. Das wiederholt sich noch ein paar Tage, am 22. Juli besuchen sie den Kasten das letzte Mal. Beinahe wäre es auch dieses Jahr wieder nichts geworden: Die vermutlich einjährigen Mauersegler verlassen Europa bereits Anfang August wieder in Richtung Afrika.
  • Im Herbst wird ein Kasten mit einer Webcam ausgerüstet.

2017

  • Anstatt der Mauersegler zieht ein Starenpaar in einen der Kästen ein und brütet. Stare und z. B. auch Spatzen gelten als Zeigervögel, das heißt sie werden von den Mauerseglern beobachtet wenn sie in die Nistkästen einfliegen und zeigen ihnen so den Eingang zu potentiellen Brutstätten. Im Juli kommt es zum ersten Mal mehrfach zu dichten Vorbeiflügen von Mauerseglern vor den Kästen, sie wurden von den abgespielten Rufen angelockt. Ohne Lockrufe besteht aber kein Interesse und sie fliegen auch die Kästen nicht direkt an.

2016

  • Im Mai werden drei Nistkästen am Nordgiebel uneres Hauses angebracht und die Rufe der Segler gezielt abgespielt, um sie anzulocken. In diesem Jahr zeigen sie aber noch kein wirkliches Interesse.